Über uns

Wir, das sind Landwirte, Winzer und Gärtner aus dem Landkreis Lörrach, die sich in diesem Verein zusammengeschlossen haben, um ihre Produkte und Dienstleistungen vielen Menschen näher zu bringen. In unserer Satzung haben wir verankert:

„Zweck des Vereins ist die Förderung der Offenhaltung der bäuerlichen Kulturlandschaft im Landkreis Lörrach durch Informationen der Verbraucher.“

Im Verein haben sich die vielfältigsten Betriebe mit unterschiedlichsten Strukturen und Anbaumethoden zusammen gefunden. Gemeinsam wollen wir die Regionalität fördern, der zunehmenden Globalisierung und dem weltweiten Handel entgegenwirken. Durch den gemeinsamen Auftritt im Portal führen wir den Verbraucher und Kunden auf unsere Höfe oder auf die regionalen Wochenmärkte. Jeder einzelne Betrieb ist für sich eine interessante runde Sache und wartet darauf von Ihnen entdeckt zu werden …..

Landwirtschaftliche Bewirtschaftungsformen

In unserem Verein sind viele Betriebe, die in unterschiedlichen Verbänden oder Erzeugerorganisationen zusammengeschlossen sind. Egal ob Mitglieder der Verbände Bioland, Demeter, ECOVIN oder Teilnehmer an Gütesiegeln QS, EUREPGAP oder QZ-BW, für alle bedeutet die Erzeugung gesunder Nahrungsmittel aus unserer Region aktiven Umweltschutz.

Jeder einzelne Betrieb informiert Sie gerne über seine Anbaumethoden. Deshalb sollten im Folgenden die grundlegenden Methoden nur kurz umrissen werden, suchen Sie den persönlichen Kontakt.

 Der Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V. informiert auf seiner Seite „Bauernhof.net“

Konventionelle Wirtschaftsweisen

Die Mehrheit der deutschen Bauern bewirtschaftet ihren Hof konventionell, das bedeutet nach den Regeln einer guten fachlichen Praxis. Das fundamentale Interesse des Landwirts liegt darin, die natürlichen Lebensgrundlagen des Betriebes, insbesondere die Bodenfruchtbarkeit, zu erhalten und zu fördern. Die Besonderheit der Landwirtschaft als eigener Wirtschaftsbereich ist, dass sie einerseits ökonomischen Rahmenbedingungen unterliegt, andererseits durch natürliche Vorgaben begrenzt wird, sowie gesellschaftspolitische Werte erfüllen muss. Die Landwirtschaft ist wie kein anderer Wirtschaftszweig abhängig von ökologischen und klimatischen Gegebenheiten. Dies bedingt, dass Landwirtschaft einen dynamischen Prozess darstellt, dem ständigen Wandel unterworfen. Historisch stand in den Nachkriegsjahren die Sicherung und Ertragssteigerung von Nahrungsmitteln im Vordergrund. Der Zwang durch Mechanisierung, Spezialisierung und Rationalisierung möglichst billige Lebensmittel herzustellen, nahm enorm zu. Entsprechend des Standortes und der Vermarktungsmöglichkeiten wählt jeder Betriebsleiter die für ihn ökonomischste Wirtschaftsweise. 

Ab den siebziger Jahren wurden verschiede Verbände gegründet. Die konventionelle Landwirtschaft entwickelte sich jedoch dynamisch weiter. Das Ziel, die Qualität der Lebensmittel zu verbessern und langfristig die Bodenfruchtbarkeit als natürlichen Produktionsfaktor zu erhalten und zu erhöhen, veränderte auch die Verhaltensweisen der traditionellen Landbewirtschaftung. Insbesondere dem Integrierten Pflanzenschutz kam bei dieser Entwicklung eine Vorreiterrolle zu. Die Umweltrelevanz aller Wirtschaftsweisen rückt seit Jahren verstärkt ins Bewusstsein, das Prinzip „viel hilft viel“ hat ausgedient. Der verantwortungsvolle Landwirt wird seine Bewirtschaftungsmaßnahmen (Sortenwahl, Fruchtfolge, Anbautechnik, Pflanzenernährung und Pflanzenschutz) auf die natürlichen Gegebenheiten abstimmen und dabei auch den Boden optimal schonen.

Integrierter Landbau 

Unter diesem Begriff fasst man Anbau- und Produktionsverfahren der Landwirtschaft zusammen, die sowohl ökologischen als auch ökonomischen Erfordernissen Rechnung tragen (also nicht nur ökonomischen!). Dabei sollen alle geeigneten Verfahren des Acker- und Pflanzenbaus standortgerecht aufeinander abgestimmt werden. Vor allen Dingen muss der Landwirt seine Bewirtschaftungsmaßnahmen (Sortenwahl, Fruchtfolge Anbautechnik, Pflanzenernährung und Pflanzenschutz) auf die natürlichen Gegebenheiten abstimmen und dabei auch den Boden optimal schonen, etwa durch umweltgerechte Bewirtschaftung und bedarfsgerechte Düngung sowie Schädlingsbekämpfung). Gleichzeitig gilt es, die Belastung von Grundwasser und Oberflächenwasser und Stoffeinträge in benachbarte Biotope zu vermeiden, sowie typische Landschaftselemente zu erhalten. 

Alternative Wirtschaftsweisen

Leitgedanke des ökologischen Landbaus ist es, dauerhaft hochwertige und gesunde Lebensmittel möglichst umweltschonend zu erzeugen. Durch den konsequenten Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht löslichen Dünger werden nachweislich Boden, Wasser und Luft geschützt. So setzt der ökologische Pflanzenbau erfolgreich auf vorbeugenden Pflanzenschutz: Robuste Sorten und die Förderung von Nützlingen vermindern von Anfang an die Ausbreitung von Krankheiten und Schädlingsbefall, aufeinander abgestimmte Fruchtfolgen dienen der Unkrautregulierung, fördern die Bodenfruchtbarkeit und schaffen zusätzliche Lebensräume für Pflanzen und Tiere. 

Ein wichtiges Element für einen möglichst geschlossenen Stoffkreislauf ist die Tierhaltung, die sich im ökologischen Landbau besonders durch artgerechte Haltungsformen auszeichnet: 

Jedes Tier hat sein Recht auf Platz, Licht und frische Luft. Käfighaltung für Geflügel ist ebenso untersagt wie Vollspaltenböden bei der Rinder-, Schaf- und Schweinehaltung. Stattdessen werden den Tieren Auslaufflächen im Freien zugestanden. Die Verfütterung von Tierkörpermehlen und die Beimischung von Leistungsförderern oder Antibiotika ist im ökologischen Landbau für alle Tierarten verboten. Aus Respekt vor dem Leben verzichtet der ökologische Landbau zudem auf den Einsatz der Gentechnik, da deren Risiken für die menschliche Gesundheit sowie für das Ökosystem noch nicht absehbar sind. 

Diese moderne und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Art der Landbewirtschaftung erbringt einen vielfachen gesellschaftlichen Nutzen: Die Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten sichere, schmackhafte und bezahlbare Lebensmittel. Gleichzeitig profitieren wir alle vom Erhalt der natürlichen Ressourcen und einer lebenswerten Umwelt. Für uns und nachfolgende Generationen. 

Wo Bio draufsteht, ist auch Bio drin

Die Wurzeln des ökologischen Landbaus reichen weit zurück, im Fall der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise bis in die 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Obwohl auch die„normale“ Landwirtschaft damals noch längst nicht die heute erreichte Bewirtschaftungsintensität hinsichtlich der Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatz erreichte hatte, suchten die ersten Bio-Pioniere bereits damals nach Alternativen in der Landbewirtschaftung. Mit weiterer Intensivierung der konventionellen Landwirtschaft und dem Aufkommen Massentierhaltung in den 60er- und 70er-Jahren fand die Idee des ökologischen Landbaus weitere Anhänger bei Landwirten und Verbrauchern. Neben Demeter gründeten sich in der Folgezeit die Verbände Bioland, Naturland, ECOVIN und später dann Ecoland (Verbände, die in der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg (AÖL) e. V. aktiv sind).

Die Bio-Bauern beschlossen eigene Verbandsrichtlinien, die neben dem Pflanzenbau und der Tierhaltung auch die jeweilige Verbandswarenzeichennutzung und die Kontrolle regelten. Dies alles geschah auf privatrechtlicher Basis. Als dann am Markt immer wieder Pseudo-Bio-Produkte von Herstellern auftauchten, die als Trittbrettfahrer vom guten Image der echten Bio-Produkte profitieren wollten, wurde der Ruf nach einer staatlichen Mindestregelung zu Anbaurichtlinien und Kontrollen im Ökolandbau lauter. Seit 1992 gibt es hierzu eine europaweit geltende Verordnung, die die Begriffe „Bio“ und „Öko“ wirksam schützt. Als Erkennungszeichen für Bio-Produkte ist neben den bekannten Verbandswarenzeichen in Deutschland ab 2001 das Bio-Siegel hinzugekommen, das für alle Bio-Produkte verwendet werden darf, die den europaweit geltenden Mindestvorgaben zum Ökolandbau (EG-Öko-Verordnung) entsprechen und hierauf von unabhängigen, staatlich zugelassenen Kontrollstellen geprüft worden sind. Die Verbandsrichtlinien bauen auf diesem gesetzlichen Mindeststandard für den Ökolandbau auf und regeln je nach Verband einzelne Bereiche nochmals deutlich strenger.

Demeter

Demeter steht seit 1924 für Produkte aus Biologisch-Dynamischer Wirtschaftsweise. Durch selbst hergestellte, feinstofflich wirkende Präparate aus Mist, Heilpflanzen und Mineralien wird die Bodenfruchtbarkeit nachweislich gefördert und das charakteristische Aroma der Lebensmittel voll entwickelt.Die Demeter-Bewegung als unternehmerisches Netzwerk fördert die Entwicklung der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise, um die Lebensgrundlagen auf dieser Erde zu sichern und den Menschen in seinem positiven Wirken zu stärken. In der Kooperation tragen Erzeuger, Verarbeiter, Händler und Verbraucher partnerschaftlich zur Marktgestaltung bei. Diese Assoziation behält den Menschen und seine Bedürfnisse im Blick und wird der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Verantwortung gleichermaßen gerecht. Faire Preise und soziale Verbindlichkeit sind die Demeter-Antwort auf die flutende Fusionswelle. Die weltweit größte Anbietergemeinschaft ökologischer Waren bündelt die Vielfalt individuell handelnder, selbstständiger Unternehmer unter einem Zeichen, dem Demeter-Markenzeichen.In Deutschland bewirtschaften 1.300 Demeter-Betriebe rund 53.000 ha (455 davon in Baden-Württemberg mit 15.000 ha). Die Demeter-Gemeinschaft steht von der Erzeugung über die Verarbeitung bis in den Handel für hohe Qualitätsmaßstäbe.