Obst

Obst bezeichnet essbare, meist saftreiche, fleischige Früchte und Samenkerne. Es wird unterschieden in Kernobst, Steinobst, Beerenobst, Südfrüchte und Schalenobst. Wie Gemüse ist Obst reich an Vitaminen und Mineralstoffen und sollte in einer ausgewogenen Ernährung mindestens 2x am Tag verzehrt werden

Saisonkalender von Obst aus heimischen Anbau

Wintersaison November, Dezember, Februar, März Hauptsaison für Lagerobst Quitten, Äpfel, Birnen
Frühling Ende April, Mai Es reifen die ersten Früchte Erdbeeren
Frühsommer Juni Heimisches Obst reift am Baum / Strauch Kirschen, Stachelbeeren, Himbeeren
Sommer Juli, August Es ist Beerenzeit ! Zeit auch an das Einmachen zu denken. Eigene Marmelade schmeckt am besten. Brombeeren, Johannisbeeren rot und schwarz, Zwetschgen, Mirabellen, Renekloden, Sommeräpfel, Sommerbirnen, Aprikosen, Pfirsiche, Herbst Himbeeren
Herbst September, Oktober Die Obstsaison neigt sich dem Ende, ein goldener Herbst verlängert unsere Saison. Der Kreis schließt sich, die Obstbäume bereiten sich auf die Winterruhe vor. Trauben, Äpfel, Birnen, Nüsse

Der Apfel

Der Bestimmung des optimalen Erntezeitpunktes kommt im Apfelanbau eine große Bedeutung zu. Der Erntetermin entscheidet maßgeblich über die Ausbildung der sortentypischen Aromastoffe, die Fruchtfleischfestigkeit und die Lagerfähigkeit eines Apfels .Bei Äpfeln unterscheidet der Obstbauer zwischen der Pflückreife und der Genussreife.

Pflückreife:

Wenn sich der Stiel beim Anheben der Frucht leicht von seiner Ansatzstelle löst.

Genussreife:

Wwenn die geschmacklich optimalen, sortentypischen Eigenschaften erreicht sind.
Je nach Genussreife unterscheiden wir Früh-, Herbst und Winteräpfel.

Lagerung:

Sie erfolgt bei Temperaturen von 0,5 bis 3 C hoher Luftfeuchte und niedrigem Sauerstoffgehalt.
So werden die Stoffwechselvorgänge im Apfel deutlich reduziert. Die natürliche Reife- und damit Alterungsprozesse werden dadurch verlangsamt. So kann der Verbraucher in einen knackigen und wohl schmeckenden Apfel beißen. Und das das ganze Jahr über. Äpfel reifen weiter und verlieren bald an Geschmack und Knackigkeit, wenn sie bei Raumtemperatur aufbewahrt werden.

Unser Tipp:

Kaufen Sie deshalb Äpfel öfters und in kleineren Mengen bei einem Obstbauern und bewahren Sie die Äpfel bei Kühlschranktemperaturen auf.
So können Sie sicher sein, immer hocharomatische und gesunde Früchte zu genießen.

Äpfel haben einen hohen gesundheitlichen Wert. Der Apfel ist Vitamin- und Mineralstofflieferant, schützt die Herzgefäße, mobilisiert das Immunsystem. Dicht unter der Schale sitzen über 300 gesunde Substanzen. Der Apfel ist ein besonderer Vitaminträger, denn er enthält Provitamine A, Vitamin B1, B2, B5 E Niacin, Folsäure und vor allem Vitamin C.

Die Birnen

Birnen stammen ursprünglich aus Asien und wurden später von den Römern in ganz Mitteleuropa verbreitet. Trotz ihrer großen Beliebtheit werden hierzulande dreimal soviel Äpfel gegessen wie Birnen.

Saison:

September bis Dezember

Sorten:

Williams Christ, Gute Luise und Alexander Lukas.

Lagerung:

Reife Früchte sind nur wenige Tage haltbar und sollten deshalb im Kühlschrank aufbewahrt werden. Unreife Birnen können bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Nährstoffe:


Birnen enthalten vergleichsweise wenig Fruchtsäure dafür aber viel Fructose und schmecken daher sehr süß. Sie sind außerdem reich an Kalium und verdauungsfördernden Ballaststoffen (Pektinen). Die meisten Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffen befinden sich - wie bei fast allen Früchten - direkt unter bzw. in der Schale. Durch ihren relativ hohen Folsäuregehalt gelten sie weiterhin als blutbildend und wachstumsfördernd.

Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd, www.ernaehrung-bw.info

Zwetschgen

Pflaumen und Zwetschgen gehören zu den Obstsorten, die nicht nachreifen. Wählen Sie beim Einkauf nur gut ausgereifte Früchte. Sie sollten nicht zu hart sein und eine schöne sortentypische Farbe aufweisen. Die so genannte Beduftung, die natürliche Wachsschicht, darf möglichst nicht beschädigt sein. Sie wird erst kurz vor dem Verzehr abgewaschen. Ebenso wenig darf das Obst zu weich sein.
Quelle:www.deutsches-obst-und-gemuese.de/