Zwetschgen

Zwetschgen und Pflaumen - unglaublich vielfältig

Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen und Renekloden – sie alle gehören botanisch zur Art Prunus domestica, der Hauspflaume. Diese wiederum ist eine Kreuzung aus Schlehe und Kirschpflaume. Es gibt mehr als 2000 Pflaumensorten, jedes Jahr kommen neue Züchtungen dazu. Weltweit sind Pflaumen das am weitesten verbreitete Steinobst. Die Hauptanbaugebiete in Deutschland sind der badische Raum, der Bodensee, die Pfalz und Rheinhessen.

Kleine Warenkunde

Pflaumen sind rund bis oval. Sie haben eine gut ausgeprägte Längsnaht und einen fast runden Stein. Das gelbe Fruchtfleisch ist weich und saftig, löst sich aber nicht immer gut von Stein. „Ruth Gerstetter“ ist die bekannteste Sorte.

Zwetschgen haben eine länglich-ovale Form mit spitzem Ende und schwacher Bauchnaht. Das grüngelbe Fruchtfleisch schmeckt süß und aromatisch und ist gut steinlösend. Bekannte Sorten sind die Bühler Hauszwetschge, President und die Hauszwetschge.

Renekloden sind grüngelb, violett oder rotschalig, rund und haben eine Bauchnaht. Das Fruchtfleisch ist fest und sehr aromatisch, löst sich aber schwer vom Stein.

Mirabellen sind rund und klein, goldgelb und auf der Sonnenseite häufig rot gepunktet. Das Fruchtfleisch ist fest, grünlich bis orangegelb, sehr süß und leicht steinlösend.

Zu Schutz vor dem Austrocknen sind alle Pflaumenarten natürlicherweise mit einer wachsartigen weißen Schicht, dem sogenannten Duftfilm, überzogen.

Bunt und gesund

Pflaumen bestehen zu 85 Prozent aus Wasser und haben deshalb einen niedrigen Energiegehalt. Viele Inhaltsstoffe wie Farbstoffe, Fruchtsäuren, Mineralstoffe und Vitamine machen sie zu einer Frucht, die reichlich verzehrt werden sollte. Getrocknete Früchte wirken durch den hohen Ballaststoffgehalt und den Inhaltsstoff Sorbit verdauungsfördernd.

Küchentipps

Pflaumen sollten reif geerntet werden, allerdings müssen sie noch druckfest sein. Nur reife Früchte haben das volle Aroma entwickelt, unreife Früchte reifen nicht nach. Je nach Sorte können sie im Gemüsefach des Kühlschrankes bis zu einer Woche gelagert werden. Beim Waschen löst sich der Duftfilm teilweise ab. Für Kuchenbeläge können entsteinte Früchte problemlos eingefroren werden. Sterilisiert eignen sie sich gut für Kompott, sehr reife Früchte lassen sich zu leckeren Fruchtaufstrichen verwenden.

 Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd, www.ernaehrung-bw.info

 

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Saisonkalender von Obst aus heimischen Anbau

Wintersaison November, Dezember, Februar, März Hauptsaison für Lagerobst Quitten, Äpfel, Birnen
Frühling Ende April, Mai Es reifen die ersten Früchte Erdbeeren
Frühsommer Juni Heimisches Obst reift am Baum / Strauch Kirschen, Stachelbeeren, Himbeeren
Sommer Juli, August Es ist Beerenzeit ! Zeit auch an das Einmachen zu denken. Eigene Marmelade schmeckt am besten. Brombeeren, Johannisbeeren rot und schwarz, Zwetschgen, Mirabellen, Renekloden, Sommeräpfel, Sommerbirnen, Aprikosen, Pfirsiche, Herbst Himbeeren
Herbst September, Oktober Die Obstsaison neigt sich dem Ende, ein goldener Herbst verlängert unsere Saison. Der Kreis schließt sich, die Obstbäume bereiten sich auf die Winterruhe vor. Trauben, Äpfel, Birnen, Nüsse