Essig

Ist nach Salz das am häufigsten verwendete Würzmittel in der Küche. Schon die Ägypter, Griechen und Römer stellten Essig her und verwendeten ihn zum Kochen, Konservieren und zum Heilen von Krankheiten.

Essigsorten

Heute gibt eine Vielzahl von Essigsorten, die auf unterschiedlichen Grundstoffen basieren. Sie eignen sich aus diesem Grund für unterschiedliche Gerichte und Mahlzeiten. Der Infodienst Ernährung stellt die wichtigsten Sorten vor: Obstessige, Kräuteressig und die Weinessige.

Apfel-/Obstessig:

Apfel-/Obstessig besteht zu 100 % aus Apfelwein, schmeckt mild und fruchtig.

Passt zu: Salaten

Branntweinessig:

Die Bestandteile des Branntweinessig bzw. Tafelessig setzen sich zu 75 % aus Branntwein, einem Destillat aus Zuckerrüben, Kartoffeln oder Getreide und zu 25 % aus Weinessig. Aus diesem Grund ist sein Aroma eher schwach.

Passt zu: Sülzen, deftigen Eintöpfen, eignet sich auch zum Beizen

Fruchtessig:

Beim Fruchtessig gibt es zwei Arten: die erste besteht zu 100 % aus Weinessig und wird mit Früchten angesetzt, die andere besteht aus Branntweinessig mit Fruchtaroma.

Passt zu: Fisch- und Meeresfrüchtesalaten, Obstsalaten

Kräuteressig:

Kräuteressig besteht zu 100 % aus Weißweinessig, der zu seiner Reife mit frischen Kräutern wie Rosmarin oder Dill liegt. Es besteht auch die Möglichkeit ihn aus Branntweinessig und Kräuteraroma herzustellen. Kräuteressig schmeckt eher angenehm würzig.

Passt zu: Salaten aus Geflügel, Fisch, Eiern, Kartoffeln

Rotweinessig:

Rotweinessig besteht wie der Name schon sagt zu 100 % aus Rotwein und vom Geschmacksbild ist er sehr aromatisch.

Passt zu: mediterranen Salaten, Fleisch-, Wurst-, Kartoffelsalaten

Weißweinessig:

Weißweinessig besteht zu 100 % aus Weißwein und schmeckt milder als Rotweinessig.

Passt zu: Blattsalaten, Fisch- und Schalentiersalaten

Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd,

www.ernaehrung-bw.info

Herstellung von Essig

Orleans-Verfahren:

Beim Orleans-Verfahren wird die alkoholhaltige Maische in mit Luftlöchern versehenen Fächern oder Gärbottichen vergoren. Die Essigsäurebakterien bilden dabei auf der Flüssigkeit einen grauen Belag, die so genannte Essigmutter, der nach einiger Zeit auf den Boden des Gefäßes sinkt. Bei der nächsten Essigherstellung wird der Wein in Fässer gefüllt, in denen die Essigmutter der letzten Essiggärung enthalten ist. In diesen Fässern gärt dann der Wein einige Wochen bis zu 6 Monaten. Da das Verfahren sehr zeitaufwändig ist wird es immer häufiger durch das Generatorverfahren ersetzt.

Generatorverfahren:

Das Generatorverfahren oder Rundpumpverfahren ist die heute geläufigste Methode der Essigherstellung. Die Maische wird dabei mehrfach durch 4-5 m hohe, mit Holzspänen gefüllte Behälter, die Essiggeneratoren, gepumpt, bis der Alkohol sich in Essigsäure verwandelt hat. Die Menge der Aufgussmaische, die Luftzufuhr und die Temperatur werden dabei automatisch geregelt. Als Holzspäne werden meist Rotbuchenholz-Rollspäne verwendet, da sie den besten Lebensraum für Essigbakterien bieten.

Essig ist sehr lange haltbar, wenn er in einer gut verschlossenen Flasche bei Zimmertemperatur aufbewahrt wird. Ideal geeignet sind dunkle Glasflaschen. Metallgefäße sind ungeeignet, da die Essigsäure die Metalle angreift, was zur Bildung von sogenannten Metallsalzen führen kann.

Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd, www.ernaehrung-bw.info

Essig Anwendungen

Essig ist nicht nur eine abwechslungsreiche Speisewürze, sondern hat auch viele weitere Eigenschaften, die den Alltag erleichtern. So wirkt Essig konservierend und hält eingelegtes Gemüse lange frisch. Billig und umweltschonend ist Essig ein gutes Entkalkungsmittel für die Kaffeemaschine, bringt geputzte Fensterscheiben zum Strahlen und ist ein guter Fleckenentferner aus Textilien. Außerdem bringen Essigspülungen Haare zum glänzen.

Auch im Garten ist Essig eine Hilfe. 5-10 %ige Essiglösung ist ein gutes Unkrautvernichtungsmittel.

Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd, www.ernaehrung-bw.info

Lagerung von Essig

Essig ist sehr lange haltbar, wenn er in einer gut verschlossenen Flasche bei Zimmertemperatur aufbewahrt wird. Ideal geeignet sind dunkle Glasflaschen. Metallgefäße sind ungeeignet, da die Essigsäure die Metalle angreift, was zur Bildung von sogenannten Metallsalzen führen kann.

Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd, www.ernaehrung-bw.info