Weinschänken

Was ist eine Straußwirtschaft ?

Karl der Grosse hat um das Jahr 800 in einer Landgüterverordnung den Winzern erlaubt einen Teil Ihrer Produkte selbst zu verkaufen. Seit dieser Zeit schenken viele Winzer und Weingüter ihren Wein und andere Produkte direkt an Kunden aus. Als Zeichen, dass der Ausschank geöffnet ist, wurden je nach Region ein Büschel Grün (in der Pfalz und in Baden als Straußwirtschaft) in Württemberg ein Besen (Besenwirtschaft) aufgehängt.

Nach heutigem Recht dürfen echte Straußwirtschaften nur maximal 40 Sitzplätze ausweisen, sie müssen einem landwirtschaftlichen Betrieb angegliedert sein, der eigenen Wein oder Apfelwein ausschenkt und nur einfach zubereitete Speisen serviert. Die Straußwirtschaft darf maximal 16 Wochen im Jahr geöffnet haben. Meistens werden diese 16 Wochen auf zwei Zeiträume aufgeteilt.

Im Jahr 1998 gab es eine Gesetzesänderung nach der es möglich wurde auch im Außenbereich aus einer Straußwirtschaft eine konzessionierte Gaststätte zu machen.

Viele der Straußen nutzten dies , so das auch die Namen geändert werden mussten (anstatt Straußi nun Vesperstube oder Weinschenke). Nun war es den Winzern und Weingütern möglich mehr Sitzplätze auszuweisen, andere Speisen und Getränke anzubieten und die Öffnungszeiten zu verlängern.