Die Mehrheit der deutschen Bauern bewirtschaftet ihren Hof konventionell, das bedeutet nach den Regeln einer guten fachlichen Praxis. Das fundamentale Interesse des Landwirts liegt darin, die natürlichen Lebensgrundlagen des Betriebes, insbesondere die Bodenfruchtbarkeit, zu erhalten und zu fördern. Die Besonderheit der Landwirtschaft als eigener Wirtschaftsbereich ist, dass sie einerseits ökonomischen Rahmenbedingungen unterliegt, andererseits durch natürliche Vorgaben begrenzt wird, sowie gesellschaftspolitische Werte erfüllen muss. Die Landwirtschaft ist wie kein anderer Wirtschaftszweig abhängig von ökologischen und klimatischen Gegebenheiten. Dies bedingt, dass Landwirtschaft einen dynamischen Prozess darstellt, dem ständigen Wandel unterworfen. Historisch stand in den Nachkriegsjahren die Sicherung und Ertragssteigerung von Nahrungsmitteln im Vordergrund. Der Zwang durch Mechanisierung, Spezialisierung und Rationalisierung möglichst billige Lebensmittel herzustellen, nahm enorm zu. Entsprechend des Standortes und der Vermarktungsmöglichkeiten wählt jeder Betriebsleiter die für ihn ökonomischste Wirtschaftsweise.

Ab den siebziger Jahren wurden verschiede Verbände gegründet. Die konventionelle Landwirtschaft entwickelte sich jedoch dynamisch weiter. Das Ziel, die Qualität der Lebensmittel zu verbessern und langfristig die Bodenfruchtbarkeit als natürlichen Produktionsfaktor zu erhalten und zu erhöhen, veränderte auch die Verhaltensweisen der traditionellen Landbewirtschaftung. Insbesondere dem Integrierten Pflanzenschutz kam bei dieser Entwicklung eine Vorreiterrolle zu. Die Umweltrelevanz aller Wirtschaftsweisen rückt seit Jahren verstärkt ins Bewusstsein, das Prinzip „viel hilft viel“ hat ausgedient. Der verantwortungsvolle Landwirt wird seine Bewirtschaftungsmaßnahmen (Sortenwahl, Fruchtfolge, Anbautechnik, Pflanzenernährung und Pflanzenschutz) auf die natürlichen Gegebenheiten abstimmen und dabei auch den Boden optimal schonen.

Information über Wirtschaftsformen im herkömmlichen Landbau:

Der Westfälisch-Lippischer Landwirtschaftsverband e.V. informiert auf seiner Seite „Bauernhof.net“

Integrierter Landbau
Unter diesem Begriff fasst man Anbau- und Produktionsverfahren der Landwirtschaft zusammen, die sowohl ökologischen als auch ökonomischen Erfordernissen Rechnung tragen (also nicht nur ökonomischen!). Dabei sollen alle geeigneten Verfahren des Acker- und Pflanzenbaus standortgerecht aufeinander abgestimmt werden. Vor allen Dingen muss der Landwirt seine Bewirtschaftungsmaßnahmen (Sortenwahl, Fruchtfolge Anbautechnik, Pflanzenernährung und Pflanzenschutz) auf die natürlichen Gegebenheiten abstimmen und dabei auch den Boden optimal schonen, etwa durch umweltgerechte Bewirtschaftung und bedarfsgerechte Düngung sowie Schädlingsbekämpfung). Gleichzeitig gilt es, die Belastung von Grundwasser und Oberflächenwasser und Stoffeinträge in benachbarte Biotope zu vermeiden, sowie typische Landschaftselemente zu erhalten

www.Bauernhof.net