Markgräflerland, Wiesental und Dinkelberg
Markgräflerland, Wiesental und Dinkelberg liegen im äußersten Südwesten Deutschlands zwischen Freiburg, Basel und Bodensee entlang des Rheins und bis zum Feldberg. Bedingt durch das günstige Klima reicht seine Kulturgeschichte weit zurück.
Zuerst besiedelten verschiedene Stämme der Kelten dieses Gebiet, im Jahre 70 v.Ch. eroberten es die
Römer. Sie brachten die Reben mit über die Alpen und gelten als die Urväter des Weinbaus Die beliebte Süd-West-Ecke Deutschlands hat viele Herren gesehen, nach den Römern die Alemannen, kirchliche und weltliche Herrscher. Es folgten verschiedene mächtige Adelsfamilien, die ihren Besitz im Laufe der Zeit vergrößerten, vererbten oder auch verloren. Um 1500 übernahmen die Markgrafen von Baden das Zepter. Am 1. Juni 1556 schlossen sich der Markgraf - und damit auch seine Untertanen - der Reformation an. Im Markgräflerland wurde somit jeder Ort protestantisch. Beim Zukauf der Gemarkung Gersbach vom katholischen Vorderösterreich musste seine Bevölkerung ebenfalls zur evangelischen Konfession wechseln.
Im Jahr 1806 wurde das Markgräflerland ein Teil des Großherzogtums Baden und hatte von da an keine politische Bedeutung mehr.
Dies tat jedoch der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung keinen Abbruch. Die Region Basel zeichnet sich durch ein günstiges von der Burgundischen Pforte beeinflusstes Klima aus, dass häufig auch als Toskana Deutschlands bezeichnet wird. Fruchtbare Böden finden sich in der Vorbergzone, lösshaltige Böden zur Rheinebene hin, die dann weiter zum Rhein in sandige und kieshaltige Böden übergehen. Das mit ruhigen Wäldern und Wiesen bestückte Wiesental erstreckt sich mit seinen zahlreichen Seitentälern bis zum Hochschwarzwald; Schönau liegt am Fuße des Belchen und Todtnau an der Flanke zum Feldberg.
Die günstigen, natürlichen Voraussetzungen von Boden und Klima bestimmten das Erscheinungsbild der Landwirtschaft. Die klassischen Höfe waren Mischbetriebe mit Viehhaltung, Ackerbau, Obst- und Weinbau. In den sechziger und siebziger Jahren vollzog sich ein starker Strukturwandel. Die Landwirte der Bergregionen spezialisierten sich auf Vorder- und Hinterwälderrind sowie Ziegen- und Schafhaltung. Die Käseproduktion etablierte sich. Gute Boden- und Klimaverhältnisse im Markgräflerland ermöglichten den Betriebsschwerpunkt in den Sonderkulturbereich zu verlagern. Mit Kern,- Steinobst- Beeren- und Gemüseanbau sichern viele Höfe ihr Einkommen. Weinanbau und Schnapsbrennerei expandierten, doch sind hier durch die vom Gesetzgeber vorgegebenen Anbaupläne zum Schutze der Kulturlandschaft Grenzen gesetzt. Die oft von Generationen schon betriebene Wochenmarktbeschickung in den größeren Städten erlebte eine zu nehmende Beliebtheit und wurde im Laufe der Jahre von vielen Betrieben stark ausgebaut. Die Bereitschaft des Verbrauchers regionale Produkte direkt beim Erzeuger einzukaufen, förderte auch die Entstehung vieler Hofläden sowie Wein- und Schnapsverkostungen. Der direkte Kontakt zwischen Verbraucher und Erzeuger schafft Vertrauen auf beiden Seiten. Die Direktvermarktung bedingt einen enormen Arbeitsaufwand für die ganze Familie, sichert jedoch vielen Bauernfamilien den Fortbestand ihrer Höfe. Durch die Vielfalt unserer Landwirtschaft ist unsere Region eine abwechslungsreiche Kultur- und Erholungslandschaft.
Die Schwarzwald Tourismus GmbH (STG) schreibt zu unserer Region:
Das abwechslungsreiche, wellige und z.T. offene Hügelland mit seinen herrlichen Fernsichten und abenteuerlichen Talschluchten und seinen schmucken Dörfern mit zahlreicher familienfreundlicher Hotellerie und Gastronomie laden zum verweilen ein. Prägend in der Region ist das ausgedehnte Wander- und Radwegnetz. Westweg, Wiiwegli mit Dinkelbergradweg sowie MTB Funpark und zahlreiche neue Nordic Walking Strecken sind bei Urlaubern gleichermaßen beliebt. Im Oberen Wiesental liegt der Präger Gletscherkessel. Bei Skifahrern ist die Region durch den Liftverbund (Feldberg, Todtnau und St. Blasien) sowie durch die FIS Ausscheidungen geschätzt.
Für Urlauber und Daheimgebliebene gleichermaßen empfehlenswert: In Todtnau der höchste Wasserfall und der Coaster (spektakulärste Allwetter-Rodelbahn Deutschlands), Bergweg Finstergrund (Wieden), Naturschutzgebiet Belchen, Nonnenmattweiher (Neuenweg) Textilmuseum (Zell i. W.), Weidepark (Gersbach), Erdmannshöhle (Hasel), Vogelpark (Steinen), Museum am Burghof und Ruine Rötteln (Lörrach), Vitra Design Museum und Laguna Badeland (Weil am Rhein), Schloss Bürgeln (Schliengen), Balinea Therme (Bad Bellingen). Die Stadt Basel (CH) lädt mit zahlreichen Museen mit herausragender Architektur zum Besuch ein. Markante kleine Städtchen überraschen im Nahen Sudgau (Südelsass).
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79104 Freiburg
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