Die Sorte Nobling hat sich im Markgräflerland einen festen Platz in der Rebsortenpalette gesichert. Er wird sehr häufig als Sektgrundwein verwendet.

Geschichte
Der Nobling ist eine Neuzüchtung aus dem Jahre 1939 von Dr. J. Zimmermann, vom Staatlichen Weinbauinstitut in Freiburg. Im Jahr 1971 erfolgte der Eintrag in die Sortenliste. Dr. Zimmermann kreuzte die Sorte Silvaner mit dem für das Markgräflerland typischen Gutedel. Die Anbaufläche des Nobling ist auf das Markgräflerland beschränkt

Anbau
Der Nobling stellt höhere Ansprüche an den Boden als der Gutedel. So gibt er sich nicht mit trockenen oder steinigen Böden zufrieden. Nobling ist durch seinen späten Austrieb wenig empfindlich gegen Winterfrost. Er kann hohe Erträge liefern für unkomplizierte Alltagsweine, andererseits liefert er gehobene und höchste Prädikatsweine bei entsprechender Ertragsreduzierung.

Ausbau/Geschmack
Nobling gilt in tiefgründigen Standorten als ertragssicher mit einer mittleren Reifezeit. Er liefert fruchtige, elegante Weine mit einer kräftigen Säure. Nobling sind in der Farbe meist recht hell, haben einen dezenten, mitunter erdigen Duft und einen mittleren Körper. Vielfach treffen auch die Eigenschaften "saftig", "vollmundig" oder "wuchtig" zu, gerade wenn die Reben auf schweren Böden stehen. Die Vinifizierung erfolgt gewöhnlich im Edelstahlbehältnis. Durch seine kräftige Säure wird der Nobling überwiegend zu Sekt weiterverarbeitet.

Genuss
Wir können Schoppenweine und Speisenbegleiter unterscheiden. Die herzhaften Varianten schmecken auch zu kräftiger, regionaler Küche. Meist werden Weine aus den letzten zwei Jahrgängen bevorzugt.

Quelle: Deutsches Weininstitut