Ratschläge für Kauf und Pflege

Mehr als 27 Millionen Weihnachtsbäume schmücken zu Weihnachten die "gute Stube" in Deutschland. Die beliebteste Baumart ist seit einigen Jahren die Nordmanntanne mit über 50% (weiter steigend).

Wichtig zu wissen für die Haltbarkeit eines Baumes in der Wohnung: etwa 70 Prozent der Christbäume kommen aus Baumschulen des Inlandes,, wo sie bereits Anfang November (!) geschlagen werden. Der Rest kommt vor allem aus Dänemark, aber auch aus Polen und sogar Irland, haben also schon lange Transportwege hinter sich. Das heißt, daß der erworbene Baum zwischen vier bis acht Wochen „alt“ ist, wenn er am Heiligen Abend aufgestellt wird! Außerdem muß man wissen, daß sie in den Plantagen vielen und auch unterschiedlichen Chemikalien ausgesetzt werden – und zwar nicht nur Kunstdüngern, sondern vor allem Pestiziden und Herbiziden, die Krankheiten und Schädlinge abwehren sollen.

Niemals den Baum auf dem Autodach nach Hause transportieren,denn durch den Fahrtwind werden den Bäumen erhebliche Mengen Wasser entzogen, die ihnen dann im warmen Zimmer fehlen. Wird der Baum dagegen in Folie oder Ballentuch eingeschlagen, hält er länger.

Sägen Sie nach dem Kauf am Fuß des Baumes etwa 2 cm ab und stellen den Baum bis zum Aufstellen im Raum in einen Wassereimer an einen kühlen Platz (Terasse, Balkon, Keller, Garage); so bleibt er länger frisch. Benetzen Sie außerdem mit einem Schlauch oder einer Gießkanne 2-3 mal von oben über die Spitze den gesamten Baum. Den Baum nicht zu nahe an eine Heizung stellen und vor Zugluft schützen und den Baumständer (wenn möglich) mit Wasser füllen. Pro Liter etwa 30 ml Schnittblumen-Frischhaltemittel oder einen Esslöffel Zucker beigeben. Auch nach dem Aufstellen ist es von Vorteil, mit einem Wasserzerstäuber einmal täglich Feuchtigkeit auf die Nadeln zu bringen. Bei Bäumen mit Wurzelballen, die man anschließend in den Garten pflanzen möchte, ist das sogar unbedingt notwendig, damit die Bäume im Freien wieder anwachsen; diese sollten übrigens maximal 10 Tage im Warmen stehen.

Entsorgt werden sollte entweder über die Biotonne oder die Grünschnittabfuhr. Oft sammeln auch örtliche Vereine oder städtische Unternehmen die alten Christbäume ein. Manche Baumschulen und Gärtnereien, in denem man gekauft hat, nehmen den Baum auch wieder zurück. Meist werden sie gehäckselt, kompostiert oder als Mulchschicht in öffentlichen Anlagen ausgebracht. Wichtig ist, daß dann kein Lametta oder sonstiger Christbaumschmuck mehr an den Ex-Christbäumen hängt; denn Lametta ist oftmals schwermetallhaltig.

Quelle: zauber-pflanzen.de