Die meistverbreitete einjährige Gartenkresse stammt vermutlich aus dem vorderen Orient, ihre Samen wurden schon in alten Pharaonengräbern gefunden. Auch Griechen und Römer schätzten sie, Karl der Große verordnete ihren Anbau in seinen Kapitularien. Es gibt jedoch noch eine relativ unbekannte, an den Küsten Nordwesteuropas heimische Sorte, die mehrjährig ist.
Wenn der März uns die ersten warmen Sonnentage beschert, drängt es uns zur ersten Aussaat, und das wird dann der Kresse sein. Da vor allem die Nachttemperaturen noch empfindlich niedrig sein können erfolgt die erste Aussaat unter schützendem Vlies oder Folie. Bei idealen Bedingungen ist Kresse sehr schnell schnittreif.
Gartenkresse schmeckt roh beißend scharf, der Geschmack erinnert an Senf und Rettich, was am Gehalt an Senfölglykosiden liegt. In der Küche verwendet werden vor allem die Keimlinge, die eine Woche nach der Aussaat geerntet werden können.
Gartenkresse zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C, Eisen, Kalzium und Folsäure aus.
Tipp: Gartenkresse allein lässt sich kaum als Salat anrichten da sie pfeffrig und scharf im Geschmack ist und nicht in großen Mengen gekauft wird. Aber als würzige Zugabe zu Salaten, gekochten Eiern, zu Gemüse- und Fleischspeisen und Quark oder einfach aufs Butterbrot ist sie eine willkommene Abwechslung im Speiseplan.
Quelle: Wikipedia, Obst und Gemüse vom Paul Parey Verlag