Kopfsalat – frischer Sommergenuss
Die griechischen Götter hatten drei Lieblingsspeisen: Nektar, Ambrosia und – Lattich. Über Lattich weiß die Geschichte ausführlich zu berichten. Er war der Liebesgöttin heilig, wuchs im Palastgarten des Kaisers Diokletian und durfte niemals auf der Abendtafel des Tacitus fehlen, da dieser an Schlaflosigkeit litt. Schon damals sagte man, dass der Saft des Salates ein gutes Schlaf- und Beruhigungsmittel sei.
Den wilden Lattich haben höchstwahrscheinlich die Römer kultiviert. So wurde aus Lattich Salat. Und um das Jahr 800 gab Karl der Große den ausdrücklichen Befehl, den Salat auch in deutschen Landen anzubauen.
Anbau: Kopfsalat ist in der Region der meistangebaute Blattsalat. Der Freilandanbau erfolgt ab März bis Oktober.Der geschützte Anbau im Gewächshaus oder im Freiland unter Vlies oder Lochfolie kann schon früher erfolgen. Wöchentliche Pflanzungen garantieren eine kontinuierliche Ernte.
Einkauf und Lagerung: Beim Einkauf sollte auf die Frische geachtet werden, erkennbar an der hellen Schnittstelle vom Strunk. Blattsalat sollte immer frisch verwendet werden.
Verwendung: Das meist gegessene Blattgemüse ist der Kopfsalat, auch Buttersalat genannt. Den traditionellen Kopfsalat gibt es in grünen und rötlichen Varianten. Seine Blätter sind weich, großlappig, feinadrig und glattrandig bis fein gezähnt. Unter Glas oder im Folientunnel gewachsener Kopfsalat bildet weniger feste Köpfe mit noch zarteren Blättern. Freilandsalat ist deutlich herzhafter im Geschmack.
Nährstoffe: Kopfsalat zeichnet sich ernährungsphysiologisch durch einen hohen Gehalt an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen aus, die insbesondere in den äußeren Blättern zu finden sind. Hierbei ist besonders das Quercetin, ein Flavonoid, von Bedeutung, welches die Bildung der als krebserregend geltenden Nitrosamine im Magen verhindert.
Quelle: Infodienst Ernährung. LEL Schwäbisch-Gmünd und CMA