Gerste gehört zu den frühen Kulturpflanzen des Menschen und wurde wie der Infodienst Ernährung berichtet bereits ab dem fünften Jahrtausend v. Chr. angebaut. Im alten Griechenland wurde sie sogar als wichtigstes Getreide angesehen.
Nach der Entdeckung Amerikas gelangte sie auch auf unseren Kontinent. Heute findet sie sich vor allem im gemäßigten Klima, gedeiht aber sowohl in den Subtropen als auch in Hochländern der Tropen, wie z. B. in den Anden.

Verwendung
Die Nutzung der Gerste gliedert sich in verschiedene Bereiche. In vielen Entwicklungsländern mit extremem Klima dient sie noch als Brotgetreide für Fladenbrot.

Ein anderes Gerstenerzeugnis sind Graupen und Grütze für Breie und Suppen. Zur Herstellung von Graupen werden Gerstenkörner auf Mahlsteinen, die mit einer Schmirgelmasse belegt sind, von den Spelzen befreit. Die weitere Bearbeitung durch Schleifen und Polieren führt zu einer runden Form des Korns, wobei Frucht- und Samenschale nahezu vollständig entfernt werden. Das Gerstenkorn rundet sich dabei ab, bis es schließlich fast rund wird. Zur Herstellung von Perlgraupen werden Graupen vor dem Schleifvorgang in zwei bis vier Stücke geteilt und danach poliert. Die größten Graupen, Rollgerste, werden vorwiegend als Suppeneinlage verwendet. Leider wird der Nährwert von Graupen durch die mechanische Bearbeitungsvorgänge erheblich verringert.

Ein weiterer Bereich betrifft die Verarbeitung als Braugerste. Die Gerstenkörner liefern nach Ankeimen und Trocknen auf der Darre das Malz als Grundlage der Bierbrauerei.

Außerdem wird Gerste zur Erzeugung von Kornbranntwein und Whisky verwendet.

Gerste enthält kaum Klebereiweiß und ist daher zum Backen ungeeignet.

Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd, www.ernaehrung-bw.info