Viele unserer Küchenkräuter sind auch Heilkräuter. Der Infodienst Ernährung der Landwirtschaftsverwaltung in Baden-Württemberg bietet Ihnen viele Informationen:
Heilkräuter werden schon seit Jahrtausenden genutzt. Das von Generation zu Generation weitergegebene Wissen wurde zur Volksheilkunde und bildet die Basis zur heutigen Pflanzenheilkunde.
Nach der Wirkungsweise ihrer Inhaltsstoffe unterscheidet man weniger stark und stark wirksame Heilkräuter, wobei die heilkräftige Wirkung der letzteren v.a. bei Überdosierung in eine schädliche umschlagen kann. Die wichtigsten Wirkstoffe sind die leicht flüchtigen, aromatischen ätherischen Öle. Außerdem enthalten Heilkräuter u.a. Alkaloide, Harze, Bitter-, Gerb- und Schleimstoffe, organische Säuren, Mineralstoffe und Vitamine. Es empfiehlt sich, Heilkräuter in der Apotheke zu kaufen, da man dort Ware mit standardisiertem Wirkstoffgehalt erhält. Man kann sie auch in freier Natur sammeln, was allerdings eine genaue Kenntnis der Pflanzen voraussetzt, da bei vielen Kräutern Verwechslungsgefahr mit Giftpflanzen besteht. Manche Heilkräuter kann man auch im Garten ziehen.
Innerlich finden Heilkräuter in Form von Tees, Arzneiweinen, Tinkturen oder Frischpflanzensäften Verwendung. Äußerlich werden sie als Badezusätze, Salben, Inhalationen oder auch als Kräuterkissen eingesetzt.
Beifuß
Herkunft und Geschmack: Europa, Asien, Nordamerika, würzig und leicht bitter
Verwendung: Gemüse, Kohl, fette Fleischgerichte, Weihnachtsgans
Indikation: Völlegefühl und Blähungen (Anregung der Magensaft- und Gallensekretion)
Lavendel
Herkunft und Geschmack: Mittelmeerraum; bitter; intensiver Geruch
Verwendung: Fischsuppen, Saucen, Hammelfleisch , Eintöpfe; sparsame Verwendung! Duftkissen
Indikation: Unruhezustände, Einschlafstörungen, Reizmagen und nervöse Darmbeschwerden
Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd, www.ernaehrung-bw.info