Kräuter können wir in verschiedene Gruppen einteilen, wobei eine exakte Abgrenzung sehr schwierig ist: Heilkräuter, Küchenkräuter und Gewürzkräuter. In der Pflanzenheilkunde nutzt man den medizinischen Wert, ihre heilenden und anregenden Wirkungen. Besonders wichtig ist hierbei die Dosierung, da positive Wirkungen in Abhängigkeit von ihrer Menge auch nachteilig werden können. In der Würzkunde steht der Geschmack der Kräuter im Vordergrund und ihre Kombinationsmöglichkeiten mit Speisen. Hierbei werden Küchenkräuter frisch verwendet oder als Gewürze getrocknet. Wichtig ist eine unterschiedliche Dosierung zu beachten. Nach Angaben des Infodienst Ernährung der Landwirtschaftsverwaltung in Baden-Württemberg gilt generell: 15 g frische Kräuter entsprechen 5 g getrockneten oder 1-2 g in Pulverform.

Wermut

Herkunft und Geschmack:
Mittelmeergebiet; sehr bitter

Verwendung:
Zu Fleisch oder Eintopf; als Tee, als Kräuterwein oder Kräuteressig (bekannt als dijestif).

Indikation:
appetitanregend, lindert Magenbeschwerden.

Liebstöckl

Herkunft und Geschmack:
Vorderer Orient, Mittelmeerraum, sellerieähnlich, etwas schärfer und bitterer

Verwendung:
Zu Fleisch und Geflügel, in Eintöpfe, als Suppengewürz oder zu Salaten

Indikation:
verdauungsfördernd, lindert Blähungen

Quelle: AID- Heil- und Gewürzpflanzen aus dem eigenen Garten; Schrift 1192; 1988.