Honig ist ein rasch wirkender, nicht belastender Energiespender. Die Rohstoffe für Honig sind Nektar und Honigtau. Die Sammelleistung der Bienen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Von der Volkstärke, da nur „erwachsenen Bienen“ zum Sammeln ausfliegen. Vom Angebot der Natur, sprich Nektar und Honigtau und vor allem auch vom Wetter.

Nektar - Blütenhonig
Der Nektar wird von den Nektardrüsen der Blüten ausgeschieden und ist eine Zuckerlösung unterschiedlichster Konzentration. Das hängt von der jeweiligen Blüte ab (5-80%).
Der Rest besteht aus Aminosäuren, Mineralstoffen, Vitaminen, organischen Säuren und Aromastoffen.
Jeder Pflanzennektar hat eine unterschiedliche Zusammensetzung, Die Hauptzucker sind Saccharose, Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker) der Anteil der jeweiligen Zucker ist von Pflanze zu Pflanze verschieden. Zum Beispiel Klee und Akazie haben einen höheren Saccharose Anteil während Raps- oder Sonnenblumen einen höheren Fructose und Glucose Anteil haben. Honige mit einem höheren Glucose Anteil kristallisieren schneller (Raps, Löwenzahn) Honige mit einem höheren Fruktose Anteil (Akazie, Kastanie) langsamer.
Sobald der Nektar in Honig umgewandelt ist, sind nur noch die beiden Einfachzucker Fructose und Glucose in unterschiedlichen Anteilen vorhanden.
Die Nektarproduktion der Pflanzen hängt sehr stark von der Bodenbeschaffenheit und dem Klima ab, deshalb ist es auch nicht möglich eine Nektarproduktion vorauszusagen. Nektarmenge und Zuckergehalt sind für den intensiven Bienenbeflug ausschlaggebend.
Die Herkunft des Blütenhonigs lässt sich durch eine Pollenanalyse bestimmen, so kann naturreiner einheimischer Honig von importiertem oder filtriertem Honig klar unterschieden werden. Blütenhonig kann immer nur Pollen seiner unmittelbaren Herkunftsumgebung beinhalten, sind Pollen fremder Pflanzen darin enthalten, handelt es sich um einen Misch- oder Importhonig.

Honigtauhonig – Wald – oder Tannenhonig
Die Zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukte von pflanzensaugenden Insekten werden als Honigtau bezeichnet. Für unsere Bienen sind die Läuse am wichtigsten, die sich vom Siebröhrensaft der Pflanzen ernähren. Die Läuse brauchen für sich hauptsächlich die Stickstoffverbindungen des Pflanzensaftes, den Honigtau geben sie in Form von Tropfen ab, nachdem sie ihn mit ihren Fermenten angereichert haben.
Der Honigtau ist eine 5-20% Zuckerlösung die jedoch schon auf der Pflanze bis 30 – 60% eintrocknen kann. Die Trockensubstanz besteht hauptsächlich aus Zucker und kleinen Anteilen Aminosäuren, Mineralstoffen, Säuren und Vitaminen. Der Hauptzuckeranteil des Honigtaus ist die Saccharose. Im Unterschied zum Nektar enthält der Honigtau unterschiedliche Mehrfachzucker, vor allem Melizitose.

Honiggewinnung - Honiglagerung – Honigkauf
Honig wird bei einer Temperatur von 25 – 30 Grad Celsius geschleudert. Würde man die Waben erhitzen, wäre das Schleudern technisch nicht mehr machbar, da die Bienenwaben durch die erhöhte Temperatur ihre Form verlieren und brechen würden. Wachsanteile kämen unweigerlich in den Honig und die Waben wären nach dem schleudern nicht mehr zu gebrauchen. Aus diesem Grund ist der Vermerk „kalt geschleudert“ schlichtweg Verbrauchertäuschung. Honig sollte nur aus 2/3 verdeckelten Waben geschleudert werde. Da der Wassergehalt des Honigs nach DIB Richtlinien einen Wassergehalt von 18% nicht überschreiten darf, muss Honig immer geschlossen gelagert werden, da er sonst Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnimmt und gären kann. Honig kristallisiert mit der Zeit, das ist ein Zeichen für naturreinen Honig. Wenn er nicht kristallisiert ist er in der Regel überhitzt worden. Kristallisierter Honig kann im Wasserbad bei einer Temperatur von 35 Grad Celsius wieder verflüssigt werden
Ebenfalls vorsichtig sollte der Kunde bei der Bezeichnung „gefiltert“ sein. Durch spezielle Verfahren können die Pollen herausgefiltert werden und damit verliert der Honig seine Identität und kann mit anderen Honigen vermischt werden, da seine Herkunft nicht mehr nachweisbar ist.

Mit dem Kauf einheimischer regionaler Honige unterstützen sie nicht nur den Imker sondern die Sie umgebende Natur. Ohne die Honigbiene werden die meisten Obst- Gemüse- Kultur- und Wildpflanzen weniger oder keinen Ertrag oder Samen bringen.

Quelle:
"Sanft heilen mit Bienenprodukten"
Dr. med. Stefan Stangaciu / Haug Verlag ISBN 3-8304-2190-7