Die Geschichte des Gemüseanbaus lässt sich bis ins frühe Altertum zurückverfolgen, bereits in Ägypten wurden Zwiebeln angebaut. Auch die antiken Griechen und Römer entwickelten besondere Gemüsevorlieben und Anbaumethoden. Zur Verbreitung vieler Gemüsearten trugen später auch die Klöster bei, die sich intensiv mit dem Anbau von Gemüse, Heil- und Gewürzpflanzen beschäftigten. Zu den sogenannten „alten“ Gemüsearten gehören auch die Kürbisgewächse und der Mangold.
Kürbis
Genießen Sie heimischen Kürbis als Kuchen, Suppe, Chutney oder Auflauf. So wird aus dem runden Gemüse ein herbstlicher Hochgenuss. Rund, oval, flaschenförmig, Ufo ähnlich, gelb, orange und rötlich – Speisekürbisse gibt es in den verschiedensten Formen und Farben. Der Infodienst Ernährung der Landwirtschaftsverwaltung in Baden Württemberg fasst für Sie zusammen:
Kürbisse sind nicht nur dank Halloween bei Groß und Klein beliebt, sondern auch wegen der vielseitigen Verwendung. Die großen Früchte können bis zu 100 kg wiegen. Das durchschnittliche Gewicht liegt zwischen 30 und 50 kg. Für den Verzehr eignen sich der Garten- bzw. Gemüsekürbis und der Riesenkürbis.
Geschmack: sehr mild
Einkauf und Lagerung: Sommersorten werden unreif geerntet und sind nur eine Woche im Kühlschrank haltbar. Wintersorten dagegen werden nach der Ernte etwa 2 Wochen bei Zimmertemperatur gelagert, um auszureifen und sind danach im Keller wochenlang lagerbar.
Verwendung: Der Gemüsekürbis eignet sich besonders gut als Zutat für Suppen oder Aufläufe. Doch auch gebacken oder gedünstet als Gemüsebeilage ergänzt er viele Gerichte. Zu Kompott, Marmelade und Chutneys werden dagegen die Früchte des Riesenkürbis verarbeitet.
Nährstoffe: Kürbisse enthalten viel Betakarotin, eine Vorstufe des Vitamin A, Kalium und Eisen.
Tipp: Kürbisse lassen sich problemlos selber anbauen. Besonders gut gedeihen sie auf dem Kompost.
Mangold
Mangold gehört zum Blattgemüse. Es gibt Mangold in verschiedenen Farben, von weiß, gelb, violett und rötlich, viele Farbnuancen sind möglich. Auch die Verwendung ist vielfältig. Die Blätter und Stängel können getrennt oder zusammen als Gemüse zubereitet werden. Der Infodienst Ernährung der Landwirtschaftsverwaltung in Baden Württemberg berichtet über Mangold folgendes:
Geschmack: ähnlich wie Spinat mit einer deutlich würzigeren, kräftigeren Note
Einkauf und Lagerung: Nach der Ernte ist Mangold nur kurze Zeit haltbar. In ein feuchtes Tuch gewickelt bleibt er im Gemüsefach des Kühlschranks etwa 2 Tage frisch. Wegen der kurzen Haltbarkeit sollten Sie nur Produkte mit frischen, gesunden Blättern kaufen.
Verwendung: Herzhafte Kuchen und Aufläufe bekommen durch Mangold eine besondere Note. Die Blätter eignen sich aber auch gut als Rouladen mit pikanten Fleisch- oder Getreidefüllungen. Aufgrund des würzigen Geschmacks passt Mangold sowohl zu Fleisch-, Fisch- als auch Eierspeisen.
Nährstoffe: Der hohe Gehalt an Folsäure und Betakarotin ist kennzeichnend für Mangold. Desweiteren enthält er große Mengen an Kalium, Calcium, Eisen und Mangan. Neben den essentiellen Nährstoffen ist Mangold jedoch auch reich an Nitrat und Oxalsäure und sollte deswegen nicht zu häufig auf dem Speiseplan stehen.
Tipp: Der mitunter etwas erdige Geschmack wird durch die Zugabe von Milchprodukten wie Milch, Sahne oder Käse gemildert.
Quelle: Infodienst Ernährung, LEL Schwäbisch Gmünd, www.ernaehrung-bw.info